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Da ich relativ wenig Lust hatte mein „Break Wochenende“ im Coca Cola Museum bzw. im Six Flags Park zu verbringen, hab ich mit Shelby ausgemacht, dass wir zu Freunden vom ihm fahren welche Water Rafting Guides am Occoe River sind. Occoe River war der Austragungsort für Rafting Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta. Freitagmittag sind Shelby und ich erstmal noch fett zum Einkaufen gefahren um uns für diesen Adventure Trip mit Bier und Allerlei einzudecken.

1r

Dann ging’s los Richtung Occoe River. Wir machten noch einen kleinen Zwischenstopp in einer anderen größeren Stadt in welcher Shelby mal für 6 Monate gewohnt hatte. Er hat mir ne Schnelltour durch die Stadt gezeigt und schon sind wir weiter Richtung River Camp.

Dort angekommen trafen wir erstmal Shelby’s besten Freund. James hat uns dann gleich unsere Cabines gezeigt in welchen wir nächtigen sollten. Leider war nur ein Bett drin, darum wechselten wir uns ab.

2r

So war das Camp eigentlich recht verlassen, da ja schon Ende Oktober ist und der Fluss bald geschlossen wird. Nur noch ein paar Guides sind rumgehängt, welche sich jeden Abend die Birne zu dröhnten, bis sie in 1-2 Wochen Richtung Mexiko aufbrächen wollen um dort zu unterrichten. Abends bzw. nachts haben wir dann mit den anderen Guides ein fettes Lagerfeuer veranstaltet, gesoffen und nebenbei gegrillt. War ein sehr unterhaltsamer Abend, weil die ganzen „Lehrer“ recht viele Geschichten auf Lager hatten und das Camp halt direkt im Wald lag und es wirklich schön war mal aus der Großstadt raus zukommen und in der Natur zu leben.

3r

Am nächsten Tag sind wir mit vier anderen Guides Richtung Haupthaus gefahren, wo die Boote und die Ausrüstung verstaut waren. Nachdem wir unsere richtigen Größen gefunden hatten bekamen wir noch ein Schnelleinweisung, welche James normalerweise mit den Touristen etwas ausführlicher macht, aber er dachte sich wohl, dass die Kurzfassung genügt, wenn in einem Boot vier erfahrene Guides dabei sind. Nachdem wir ein relativ fettes Boot (normalerweise für ca. 9 Personen) auf dem Dach seines Autos festgeschnallt hatten ging’s auch schon rauf Richtung Berg und zum Middle Part vom River. Die Guides wollten mit uns den Middle und den Lower Part riden, da der Upper One schon gesperrt war. Die beiden Abschnitte hatten es aber auch wirklich in sich. Schwierigkeitsgrade von Class 3-4, wobei die Class nicht beschreibt wie große die jeweilige Welle oder so ist, sondern nur wir gefährlich es sei wenn man aus dem Boot fallen sollte und durch die Gegend gespült wird. Allgemein gehen die Klassen von 1 bis 6, wobei 6 so was wie der untere Part der Niagara Fälle wäre, und die Guides meinten, dass niemand auf der Welt der noch annähernd Verstand hätte so etwas befahren würde. Nach nochmaliger kurzer Einweisung in die Kommandos ging’s ab ins Wasser und wir starteten gleich mit einer fetten Class 4 Welle welche uns schon mal gut auf das kommende vorbereitete. Das besondere an diesem Fluss ist, dass man fast keine Verschnaufpausen hat, weil ein Dreier sofort einem Vierer folgt usw…
Der Höhepunkt der Fahrt war eine echt riesige Welle welcher „Flipper“ genannt wird. An ihr angekommen fuhren wir von vorne auf die Welle zu dass wir sie schön surfen konnten. Nach ca. 30 Sekunden Surffeelings war unser Boot aber gut voll mit Wasser und auf einmal hat es Shelby aus dem Boot raus gehauen. Keiner von uns sah ihn mehr … wir versuchten schnellstmöglich aus der Welle bzw. dem Strudel herauszukommen um ihm zu helfen. Als wir es endlich geschafft haben, sahen wir wie Shelby ca. 200 Meter flussabwärts wieder ausgespuckt wurde und sich irgendwo festgekrallt hatte. Später erzählte er dass er ewig unter Wasser und so ziemlich gegen jeden Felsen geschleudert wurde der rum stand. Zum Glück ist nicht mehr passiert außer ein paar blauen Flecken und recht viel geschlucktem Wasser. Den Rest der Fahrt trieben die Guides mit uns nicht mehr ganz soviel Scheiß, und machten mehr einen auf Tourifahrt. Zwischendurch machten wir auch mal halt um bisserl Richtung Berge reinzuwandern um uns an einem Wasserfall die eigentlich nicht nötige Abkühlung zu holen.
Der Watertrip hat ca. 3 std. gedauert da wir uns an verschiedenen Stellen etwas länger Aufhielten und mit den Wassergegebenheiten spielten. Als wir an Land waren, war ich aber wirklich voll am Arsch und froh heil angekommen zu sein. Die Naturgewallten die in diesem Fluss vorhanden sind kann man wirklich nicht beherrschen. Leider hab ich keine Fotos davon, aber wie wäre das auch möglich gewesen.

Später machten wir dann einen DVD Abend mit der anderen Guides und kamen später am Lagerfeuer zusammen. Der Abend verlief eigentlich wie der Vorabend, nur dass heut das Thema Nummer eins Shelby’s Drop Out war und was für ein Glück er hätte dass nicht mehr passiert sei.

4r

Gegen 3 Uhr nachts oder so, begab ich mich dann Richtung Cabine (Shelby war schon im Bett) und wollte noch ein Kippe davor Rauchen. Kaum angesteckt hörte ich eigenartige Geräusche aus dem Wald kommen, welche sich mir näherten. Auf einmal konnte ich einen gut großen Braunbären entdecken, welcher auf Mitternachtsimbiss Suche war. Da ich natürlich nicht als so was enden wollte, bin ich schnellstmöglich in die Cabine und hab alles verriegelt. Schon ein krasses Gefühl wenn man in freier Natur so einem Monstrum begegnet. Das witzige war ja, dass mich die Anderen diesen Nachmittag noch davor gewarnt hätten, dass in dieser Gegend recht viele Bären unterwegs seien und ich meinte dann, dass ich Ihnen das jetzt nicht abnehme… na ja, so schnell kann es gehen dass man den Gegenbeweis erbracht bekommt.

Am nächsten Tag haben wir länger ausgeschlafen, unsere Sachen gepackt, uns bei den schon nüchternen Guides verabschiedet und uns auf die Heimreise gemacht. War echt ein Naturverbundenes Wochenende, unter der eine währe fast ersoffen und ich als Imbiss gelandet. Ich denke mal, das genügt für ein Wochenende.

Eigentlich wollten Shelby und ich nach diesem harten Wochenende eine Partypause einlegen, jedoch am Montag ging’s schon wieder auf ein Konzert, dessen Sängerin ich den Namen nicht mehr weiß. Sie soll aber relativ bekannt sein und bald auch in Europa mehr Auftritte haben. Etliche CDs gibt’s ja schon von ihr zu kaufen. Die Musik klang so ein bisserl wie ein Norah Jones Verschnitte, jedoch war das Mädel allein auf der Bühne und spielte abwechselnd mit verschiedenen Instrumenten, von Klavier bis zu Gitarre. War echt nicht schlecht, obwohl ich ja nicht so der Fan von solch ein ruhigen Musik bin

5r

Später sind wir dann noch zu Shelby nach Hause. Um mit Jason, seiner „Exfreundin“ Anne und einem anderen Mädchen die restlichen Bierreserven vom Wochenende zu vernichten.

6r

So das war’s jetzt mit meinem Midtermbrakebericht… passt alle auf euch auf !