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Puh…so…wieder da aus Atlanta, knapp fünf Highwaystunden Richtung Ost-Süd-Ost.

Freitag morgen zu einer unchristlichen Zeit von 6.57 Uhr um German House sein, unsere fahrenden Diktatoren hatten es so beschlossen. War noch etwas angeschlagen, da ich die Nacht zuvor auch mal bei Shelby dabei war, mich um 1 a.m. leider empfehlen musste und dann doch noch bis 3 im Netz rumgehangen bin. Aber ich hatte ja die 5 Stunden Fahrt und die damit verbundenen Nickerchen im Hinterkopf. Am German House angekommen gings natürlich erst um knapp halb 8 los, und nach einigen Breaks an diversen Tankstellen und leichten Verfahrern JB’s erreichte man endlich das Motel. Frühstück bei McDoof musste ich ausfallen lassen, das Zeug hier schaut noch ungenießbarer aus als bei uns zu Hause, Croissants gibts ja hier nicht, sondern nur so fetttriefende KäseSchinkenbähs…würg. Also kam mir der Subway gleich ums Eck sehr gelegen *schlemm*

Zuerst gings dann Downtown Atlanta, ins Coca Cola Museum.

Im Großen und Ganzen recht interessant, allerdings ein Selbstbeweihräucherungstempel sondersgleichen, für den man eigentlich Geld kriegen statt bezahlen müsste. Einfach ein 1.5 stündiger Coke-Werbespot. Das Geilste daren waren aber die SodaFountains, wo man so ziemlich alles vom Coke Konzern zapfen konnte. Darunter auch “Tastes of the World”. Deutschland war mit Fanta Mandarine (war schon immer Bäh) und MezzoMix vertreten. Wusste garnicht, dass das typisch deutsch ist. Unseren Asiaten hat’s zumindest nicht gemundet. Am perversesten war allerdings das italienische BitterLemon. Eine Mischung aus Siliconschmiere und Limette, so bitter, dass es nur mit mehreren Bechern Soda aus anderen Ländern bekämpft werden konnte. Erinnerte irgendwie an einen Pringelsplastikdeckel, den ich mal aus versehen abgeschleckt hatte.

Zumindest war uns allen nach einigen Litern flüssigem Zucker so richtig angenehm schlecht.


Ein kleiner Bummel durch Downtown Atlanta offenbarte die extrem hohe schwarze Bevölkerung. Ehrlich gesagt hab ich kaum Latinos, Asiaten oder Weiße auf den Straßen gesehen. Das war schon ein krasser Bruch, wo in Nashville am Campus doch fast nur Weiße rumlaufen. Ein “zuvorkommender” Atlanter offerierte seine Hilfe bei der Orientierung und konnte nur durch $2 zum Abhauen überredet werden, nachdem er Patrick als Wiseguy beschimpft und damit gedroht hatte, seine Homies anzurufen, die in einer Minute da wären um die Scheiße aus ihm rauszuprügeln. Und das am hellichten Tag.
Zwei weitere “bewachten” den Parkplatz, um jedem “zu Hilfe” zu kommen, der sein Ticket bezahlen wollte. JB stellte sich blöd und sprach nur französisch, während Patrick irgendwas rumänisch-anmutendes vor sich hinfaselte, um dann erstaunt zu fragen: “Ah…enga-lish?” und auf JB deutete, der sich schon wieder ins Auto verzogen hatte. Ist ja fast wie in Marokko!

Als nächstes quer durch die ganze Stadt, um ein ominöses Asia-Restaurant zu finden, dass dann auch noch zu hatte. Die Asiaten könnten ruhig auch mal was anderes essen. Das Dumme ist nur, das es fast nix anderes gibt, als Asiatisch, Mexikanisch oder dieser Ami-Pampf, evtl. noch Indisch…*heul* Wir müssen doch mal hier in Nashville in das German Restaraunt gehen. Also sind wir zum etwas zwielichtig anmutendenVietnamesen.

Auf den ganzen Schock hin hab ich mir mit JB abends ein 12-pack Miller Lite und Taccos besorgt und zum Großteil vernichtet. Die Welt kann so einfach und so schön sein. (bis auf Chads Schnarchkonzert, das nicht mal Patricks Tritte unterbrechen konnten)

Samstag war dann vollkommen ausgebucht mit dem SixFlags Theme Park. Fiese amerikanische Achterbahnen warteten auf die Erprobung, und weil wir so früh dort waren musste wir anfangs auch nicht die gefürchteten 1.5 Stunden pro Fahrt warten. Nach dem unverschämt überteuerten “Mittagessen” (große Pommes und kleines Sprite OHNE Eis und OHNE Refill (!!!) für schlappe $7.25) gings dann aber nicht mehr ganz so flott. Als Virginie nach der “Ninja”

dann auch noch umkippte nahmen sich ein paar Leute eine Auszeit, während wir, die Harten, noch glatte 56 Minuten an der Scream Machine anstanden.

Nachher noch die dolle Wasserrutsche genommen, weil nur 20 min Wartezeit, und ein paar Souvenirs gekauft. Sarah hatte derweil ein annehmbares Restaurant ausfindig gemacht, in dem wir auch wieder die einzigen Bleichgesichter waren…faszinierend.

Danach musste das restliche Bier dran glauben, um den Kinofilm erträglich zu machen…Elizabethtown mit Orlando Bloom…oh Mann, wie langweilig. Das einzig interessante daran war, dass er hier in der Gegend, nämlich Nashville, Elizabethtown (45 min von hier) und Memphis spielt. Ein paar nette Lacher waren dabei, aber ansonsten war das für mich ein komischer Wirrwarr aus drei zwanghaft zusammengequetschten Stories, in denen Orlandon zufälligerweise die Hauptcharaktere mimt.

Nach einer durchschnarchten und von Kakerlakenangst geprägten Nacht (Ein Riesenvieh war zuvor die Wand hochgekrabbelt, igitt!) gings dann heute wieder nach Hause, unterbrochen nur von den allzu oft eingelegten Pausen, eine bei nem Redneck Floh Markt, der eh schon im Abbau war.