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Nach Brechreiz-Zähneputzen und Ekelduschen konnten wir uns endlich, nachdem JEDER fertig war, auf den Weg nach Downtown machen. Das dauerte jedesmal knapp 35 Minuten mit der Red Line für die knapp 9 Meilen, da ziemlich viele Stationen dazwischenliegen. In Downtown angekommen merkten wir schnell, dass das Wetter mit Nieselregen etc. heut recht ungemütlich werden würde, und da das Museum of Contemporary Photography irgendwie zu war gingen wir halt ins Institute of Art (wir = Die Mädels, Rohan und ich). Haupsache drin!
Dort gabs auch ne Photoabteilung und das gute Gefühl, etwas (was auch immer) für seine Bildung getan zu haben. Wobei…ans Tate Museum in London kams nicht ran, und die anderen waren für europäische Gemälde nicht so zu begeistern. Danach wollten wir zum Water Tower Place zum Essen und nachher Shopping, nur um zu erfahren, dass dort die Pizzaslices zu je $4 das günstigste Essen waren…oO
Also wieder raus und nach nem Subway gesucht. Halbnass und hungrig hat sogar Sophie ein Footlong verdrückt! Respekt für ein Mädel!

Mit Shopping im Water Tower wurds dann doch nix. Auror brauchte noch Schuhe, da sie nur so komische Slipper dabei hatte. Irgendwie kommt mir die Geschichte bekannt vor, und ebenso das Ende davon, weil sie im Endeffekt wieder ähnliche, fürs kalte Wetter absolut ungeeignete Schuhe anstatt der angestrebten Sneaker kaufte. Während der Schuh-Odyssee hatte ich dann schwerwiegende Diskussionen mit Sophie und Daniela über Damenschuhe. Irgendwie stehen beide auf so Ballerina Mokasin Dinger ohne jegliche Absätze…strange.

Wie dem auch sei, im Anschluss konnt ich noch ins Sears, um mir ne Winterjacke zu kaufen, schliesslich sollts bis auf 3°C runtergehen (offiziell war der niedrigste Wert auf den Leuchtanzeigen 45° F = 7 °C…brrr)
Natürlich auch gleich was gefunden wie immer, und schon gings ins Hostel, fertig machen für den geplanten Abend im Wet Club.

Nur: wo war der scheiß Laden? Die Leute auf der Straße wusstens ned, und ne Adresse hatten wir auch ned. Also mussten wir uns was einfallen lassen: Ein Hotel, ein Portier…yes! Der wusst es aber auch ned, und hat uns freundlich an den Concierge verwiesen…war ja immerhin ein nöbliches Hotel. In der Lobby spielte ne Big Band als Daniela und ich vorbeilatschten und wir kriegten die Adresse.

Beim Wet angekommen kamen wir aber wie gewohnt nicht rein, weil Auror und Rohan unter 21 waren. Allerdings waren die Türsteher etwas unterbeschäftigt und noch dazu recht freundlich, weshalb sie uns einige Tips geben konnten, wo man sonst noch hingehen könnte, z.B. in ne SushiBar mit ner Lounge, bei der nur die Leute kontrolliert werden, die auch Alk bestellen.

Also haben wir uns auf die Socken gemacht, wohl ahnend, dass es wahrscheins so ein Kinderschuppen sein würde, der name SushiSamba war ja mehr als albern. Nach einer Weile wurden wir jedoch unsicher, ob der Weg stimmt, also haben wir nen Besoffenen gefragt, der grad aus ner Bar kam, ob er vor uns herwanken und uns so den Weg zeigen könnte. Hat wunderbar geklappt, und wir waren recht positiv überrascht als wir in einen wahren Sushitempel eintraten oO

Erstmal rein in den Aufzug und hoch zur Lounge, nen netten Platz gefunden und bestellt, der anfängliche Frust musste ertränkt werden. Cocktails für $8-10…hm…je sechs Lachsröllchen für $6 und Gurkenröllchen für $4…geht noch grad so. Was soll der Geiz, immerhin hatten wir die $20 Eintritt im Wet gespart, also konnte man’s schon mal ein bisserl krachen lassen, so oft kommt man ja ned nach Chicago, und außerdem war der Lemon Samurai so richtig lecker…jamjam.

Getränketechnisch war es auch kein Problem, Auror zog sich ne halbe Flasche Weißwein rein und Rohan einen Cocktail nach dem anderen, während Sophie nach einem Cocktail schon leicht tipsy wurde und komische Sachen machte, wie sie Französinnen halt so machen wenn sie tipsy sind ;P

Rohan versuchte dann die Mädels zu beeindrucken, indem er sich reinen Wasabi einschmeissen wollte. Da Inder es aber scheinbar gern scharf mögen hat er sich mit dem Satz “hey, I’m Indian” erstmal einen Batzen reingezogen, nur um kurz darauf weinend und rotzend mit den Händen wedelnd zwei Minuten lang auf und ab zu hüpfen…hehehe. Tja, man hätte ihm vielleicht sagen sollen, dass das keine Schärfe is, die auf die Zunge geht ^^.
Weltmännisch wie ich bin hab ich natürlich nachgezogen, aber wohlwissend das grüne Teufelszeug am Gaumen vorbeibugsiert. Damit sollts nur im Rachen leicht brennen, was angesichts des Kewlness-Faktors vertretbar war ^^

Als die Bar dann um 1 zumachte hat uns die äußerst nette Bedinung (ne recht ansehnliche Asiatin, jamjam) nen Tip gegeben, wo noch ein Club offen hätte. Die Soundbar haben wir dann auch prompt gefunden. Naja fast…ein Straßenschild haben wir überlesen, und so sind wir einfach über die Ontario Street und noch ca 5 Blocks weiter gerannt, um erneut nach dem Weg zu fragen und die 5 Blocks zurückzulaufen. Aber nach dem Motto “Der Weg ist das Ziel” hatten wir unterwegs so viel Spasst, dass es der Laune keinen Abbruch tat…oho, welch schwülstige Wortwahl.

Vor dem Laden standen einige fätte Karren rum, also waren wir nicht ganz sicher, ob wir reinkommen würden, auch wegen unserer below-21s. Scheinbar jedoch nehmen die es nicht so genau mit 21 oder es machte einfach Eindruck, dass ich alter Sack meinen teutschen Aussweiss als erster herzeigte. Da der Inhaber schon Deutscher ist könnte das vielleicht geholfen haben. Wir kamen nämlich ohne Probleme rein. Allerdings verlangten die um 2 Uhr nachts immer noch $20 Eintritt, was wir für 2 Stunden nicht hinlegen wollten. Also retour zum Hostel, um es am nächsten Abend wieder zu versuchen, und wie gesagt: “Der Weg ist das Ziel”.