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Nun ja, nach dem wunderbaren Dienstag Abend fiel es den folgenden Tagen etwas schwerer, jenes Ereignis zu übertreffen. Ehrlich gesagt, is Mittwoch eigentlich garnix passiert (oder ein Haufen Zeug mit literweise Alk), zumindest kann ich mich an nix Spezielles erinnern. Wahrscheinlich wars wieder so ein Tag, wo man garnix zu tun hat und nur noch an nen Pool will, aber keiner in der Nähe…*seufz*

Donnerstag wie immer arbeitsreich, aber zumindest kamen wir mit den Cyanotypes in die Gänge, is ne recht interessante Technik. James hat schon erste Ergebnisse, und die sehen sehr gut aus. Hat ne ganze Serie zum Topic gemacht “girls and their shoes”, und die Bilder sind echt gelungen (naja, Abra is ja auch ned grad hässlich und hat haufenweise Schuhe ;P)

Abends wars dann endlich wo weit, das Manhatten Shortfilm Festival gastierte in Nashville. Über 500 Filme wurden eingereicht, 12 blieben nun für die letzte Runde übrig und wurden innerhalb einer Woche in ganz USA rumgezeigt. Rainer war den Temperaturen nicht gewachsen, und zog es stattdessen vor, in der Hood gleich hinterm Campus rumzustreunen. Scheinbar brauchte er einen Adrenalinkick oder sowas, wer weiß :P
Derweil war ich im Schweiße meines Angesichts unterwegs zum Belcourt Theater. Auf dem Weg holte ich Virginie, Sarah und Jian ein, und wir mussten dann feststellen, dass der Beginn doch erst um halb 8 war…blöde Website! Um der fiesen Hitze zu entgehen musste man sich die Zeit vor der Air Condition mittels eines Miller Lite oder ähnlichen Gebräus in einer Bar “teuer” erkaufen, das taten wir natürlich “widerwillig”.
Jian hatte mal wieder ihre ID nicht dabei, und so war sie dazu verdammt, lecker gechlortes tab water zu schlürfen. Sarah hatte allerdings ein Herz und teilte mit ihr einen Margerita. Unsere Bedienung war jedoch so fürsorglich, dass sie alle Minute an uns vorbeilief und fragt, ob alles passe. Nun ja, also wars für Jian ned so einfach, was vom Margerita zu konsumieren ;P. Sarah hat das Ding dann kurzerhand in ihren Pappbecher umgefüllt und draußen hat Jian dann zugelangt. Zumindest hats gereicht, dass sie schon wieder einen leichten KnockOut hatte ^^

Zu den Filmen selber: Die ersten waren technisch zwar nicht schlecht, sie waren aber im großen und ganzen, was man sich von einem Kurzfilm erwartet, den Studenten gemacht hatten. Alles etwas experimentell, verwirrende Open Ends, schnelle stylische Schnitte, was auch immer. Aber man kam einfach nicht in die Story rein, man konnte sich nicht in einem Film wiederfinden, sie berührten einen nicht, wenn mans so sagen will.
Das änderte sich mit der zweiten Hälfte. Von da an wurden sie immer besser. Besonders die letzten drei waren sehr gut bis brilliant: Natural Route, der eigentlich die ganze Zeit rückwärts lief, die erzählte Geschichte gesprochen im Off allerdings lief vorwärts, und betrachtete alles genau andersrum. Der Hauptdarsteller lebte quasi sein Leben rückwärts, empfand Krieg als Geburt (weshalb er ihn mochte) und die “Geburt seines Sohnes” war eigentlich, wie sie dessen Sarg ins Grab steckten, nur rückwärts, also herausholten. Und so lief die ganze Geschichte, bis der Hauptcharacter immer jünger wurde und dann “von den Ärzten weggenommen” als Säugling ohne Spuren zu hinterlassen, von der Erde verschwand. Kurz vor “Ende” (Anfang?) sinnierte er noch drüber nach, wie es wäre, wenn das Leben rückwärts laufen würde (also eigentlich vorwärts, weil ja für ihn rückwärts die richtige Richtung war….alles klar?). Rückwärtsfilm war zwar schon oft genug da, allerdings das als natürlich darzustellen und alles Positive ins Negative und andersrum zu verkehren war doch interessant.

Der vorletzte Film war “Hibernation”. Dort gings um die Geschichte von 3 Jungen, von denen einer Haarausfall bekam und deshalb in die Klinik musste. Seine Freunde und er zogen sich darauf Tierkostüme an, damit der kranke Junge sich nicht ausgestoßen fühlen musste. Und da Tiere ja Winterschlaf halten (Hibernation) war er ja nur am “überwintern” (aber eigentlich schon gestorben). Soviel zur Vorgeschichte, erzählt als Comic, als hätten es die Kinder selbst gezeichnet. Übergang zum Realfilm, Baumhaus, in dem die zwei verbleibenden Freunde, immer noch mit Tierkostüm, Experimente durchführten, um ihren “überwinternden” Freund wieder zu reanimieren. Mit einer Biene gelang das Experiment, aber für ihren Freund brauchten sie stärkere Stromquellen, also Batterien. Also brachen sie des Nachts in einen Batterieshop ein. Der Versuch des Reanimierens schlug jedoch fehl, und alles was blieb waren Filmaufnahmen von ihrem “überwinternden” Freund, in denen er sagte, dass er für immer Überwintern werde, und das vorhaben nutzlos sei. Lässt sich schlecht erklären der Film, aber wunderschöne Bilder, perfekte Musik, Beleuchtung, Schnitt, Story…1A, sehr bewegend. Zuminest haben 3 von uns 4 für diesen Film gestimmt.

Der letzte Film hat uns sehr überrascht, denn es spielte HUGO WEAVING mit!!! Jo, wer issn nu Hugo Weaving…wie wärs mit Mr. Smith aus Matrix, oder Elrond aus Herr der Ringe??? Auf alle Fälle, der hatte nen richtigen STAR im Film. Die Story: H.W. wird von seiner Frau verlassen und will alles aus seinem alten Leben loswerden. Also macht er einen “Everything Goes” (Filmtitel), wo er alle Möbel etc. in seinem Garten zum verkauf anbietet. Ein junges Paar fährt am Grundstück vorbei und schaut sich die Sachen an. Nach etwas verhandeln bietet HW ihnen erstmal was zu trinken an, und es geht so bis in die Abendstunden. Schön langsam knisterts zw HW und dem Mädel, während ihr Freund schon doddal besoffen auf der Couch im Garten einpennt. Die beiden tanzen irgendwie so zum Bett rüber, das auch im Garten steht. Was dann passiert sieht man nicht, da ein harter Schnitt kommt, Szene, in der das Mädel ihren Freundinnen voll aufgedreht von dem Abend erzählt, was sie alles dort “gekauft” haben, ihr Freund sitzt wenig begeistert mit dabei. Schlussszene ist, dass sie wach im Bett liegt, und sich nach dem Abend zurücksehnt, während er ihr den Rücken zugedreht hat und schon schläft. Wirklich ein sehr schöner, knisternder Film, mit wenigen, aber wirklich guten Dialogen, viel läuft unterschwellig ab, das Knistern merkt man schon früh. Und hey, wie oft sieht man schon einen Schauspieler wie Hugo Weaving in so einem Film? Man bedenke nur, dass ein anderer Film von den 12 zwei absolute Laien aus einem irländischen Pub als Hauptdarsteller zeigte. Die spielten zwar auch sehr gut, aber nur mal zum Vergleich: absolute Laien - Hugo Weaving! Der Regisseur kam zu Hugo irgendwie um einige Ecken, weil sein Produzent jemand kannte, der HW kannte. So kam HW zu dem Script, mochte es, und rief sofort zurück. Sehr fein :)

Heute war ein bisserl Arbeit angesagt, Gym, Essen ;P, Bilder für DigitalFoto bearbeiten, Brochüre für Intro Digi setzen usw. Abends dann wieder PM mit den Internationals. Waren ein paar neue Leute da, unter anderem auch John, der ein notorischer CoD Zocker is und so fiel einiges an Gesprächsstoff an ;P. Der DJ war auch wieder im PM und mischte Klassiker wie “Ba” von Sir Mix-O-Lot und SaltnPepper zusammen, zu dem nicht mehr ganz so junge und hübsche Amerikaner/innen das Tanzbein schwangen…höhö.
Geil war ja nur, dass Mix-O-Lot auch am Mittwoch im Gym lief, als ich grad mit Jot dort war. Der war ganz überrascht, dass ich das auch kannnte, hehehe. Schon kewl, ich in der Beinpresse und Jot am Bankdrücken, und beide sangen wir den Schmarrn mit ^^