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Boah, das wird jetzt was längeres, gibt Einiges zu berichten!
Wir waren jetzt knapp zwei Tage lang mit 16 anderen international students irgendwo, verschollen in der Pampa, in “Redneck County”, auch genannt Camp Hillmont, White Bluff, ca. 60 km von Nashville entfernt. War ein gut gemischtes Grüppchen aus Deutschland, Japan, China, Nigeria, USA, Canada, Bolivien, Thailand, Kambodia und Frankreich. Ein leichter Mädelüberhang war vorhanden und durchaus erwünscht :P

Nun gut, gegen 16 Uhr, pardon, 4 p.m. sind wir mit zwei Belmont Bussen losgefahren, um dort erstmal gleich verköstigt zu werden. Danach gabs ein nettes Kennenlernspielchen, ungefähr so wie “ich packe meinen koffer” nur musste man sich Namen, Herkunftsland und eine Phobie der Leute merken. Waren alles in allem knapp 20 Leute, ging aber ganz gut, und ich hab immer noch alle Namen und Herkunftsländer im Kopf, sehr geil. Ein weiteres Spielchen war, sich im Kreis aufstellen und quer durcheinander sich die Hände zugeben. Ohne Loslassen sollte man sich dann entwirren. Hat angeblich 16 Jahre lang geklappt, aber irgendwie hatten wir immer nen kleinen Knoten drin. Siehe auch Galerie im Pool. Als es dann beim nächsten Spiel “I never have…” drum ging, dass Pink niemals Weed geraucht hätte und deshalb alle, die es jemals hatten, aufstehen mussten und sich nen neuen Platz suchen (wobei ein Stuhl zuwenig war etc.) um ein Haar ich dran gekommen wäre hat sich KATHY!!!, die knapp 55-jährige Leiterein des Austauschprogramms sauber geoutet. “I’ve grown up in 68/69, I’ve been there so…EVERYBODY did it!”…und sie hat inhaled ^^. Sehr kewl!

Zum Abschluss gabs Campfire und Marshmellow grillen wie erwartet, was für ein pappiges Zeug, wäh!
Auch ein waschechter Skunk lief uns über den Weg. Ich dachte, die wären größer. Als Scott den Mädels, die grad ankamen, zurief, dass hier ein Skunk rumläuft gabs erstmal wild Geschrei, nur Sarah aus Germany und moi waren ganz scharf auf das Vieh. Wann sieht man schon mal Pepe le Pew in Real Life? ;P
Nach ewig langer Unterhaltung am Campfire folgte ewig lange Unterhaltung im Bunkhouse, unserer klimatisierten Unterkunft mit ca. 8 Stockbetten. Recht interessant waren vor allem unsere Asiaten. Musste natürlich Yuta aus Tokio über Mangas und Animes ausquetschen, während Patrick, eigentlich Ami aber aufgewachsein in Singapur und Korea, sich zusammen mit Chad aus Hongkong im Entziffern von Yutas japanischer Zeitung übte. Wie ich herausfand ist Yuta sogar nur 4 Tage jünger als ich und hat für Adobe gearbeitet, z.B. hat er Adobe Premiere ins Japanische übersetzt ^^.

Am nächsten Tag gings nach dem Frühstück erstmal hiken, also wandern. Aber Amis verstehen darunter scheinbar nur nen 10 minütigen Spaziergang durch den Wald, wobei alle100m Coke-Automaten stehen, tztztz. Danach gabs nen mehr oder minder spannenden Vortrag über die Probleme von Ausstauschstudenten und den Culture Shock plus nen selbstgedrehten Film einer polnischen Austauschstudenten zu eben diesem Thema. Für Medientechniker natürlich ein gefundenes Fressen!

Nach dem Mittagessen war der Rest des Tages zur freien Verfügung, und scheinbar fanden sich genug Irre unter uns, um bei sengender Hitze zwei Fußballteams zu bilden und ein Spielchen rauszuhauen. Is schon niedlich, wenn ne 1.50m große zierliche Chinesin vor einem steht und einen ausspielen will. Man will eigentlich garnichts dagegen tun, aus Angst, ihr irgendwie weh zu tun. Mädels haben es allerdings mit dem Fußballspielen nicht so, daher war Ballkontrolle kein Thema ;P. Haben dann trotz Rainers Bemühungen im Gegenteam “gewonnen”. Najo gut, Scott und ich waren gut fähig den Ball zu spielen, während Rainer eigentlich fast alles allein machen musste, da er bei der Teamwahl der irrigen Annahme nachhing, Patrick hätte in Singapur Fußballspielen gelernt. (Ich wollt Patrick schon weißmachen, dass man gewinnt wenn man den Ball mit der Hand berührt, weil dann der Schiri pfeift, aber soviel Ahnung hatte er dann doch ^^)

Endlich nach einigem Gehetze und fiesem Geschwitze, als die Jalapenos vom Mittagessen schon drohten nochmal ans Tageslicht zu kommen, entschied man sich für etwas relaxteres…den POOL! Die hatten sogar ein Sprungbrett dabei. Allerdings is die gesamte Kontruktion des Pools lebensgefährlich, da nur 3-9Fuß tief, also absolut fürn Arsch, und was bei nem gekonnten Hechsprung so rauskommen kann seht ihr hier:

Kam leider zu weit weg und zu tief, und da der Boden samt seiner Rauhigkeit dachte, er statte meinem Gesicht mal einen Besuch ab, hab ich mir natürlich gleich noch Stirn, Kinn und besonders Nase aufgeschürft. Na Paule? Nur die Kewlen machen sowas, wobei rauher harter Beton noch um einiges krasser sein dürfte als dein fätter Sandybeacht. Ich sag nur: Xtreme-Peeling vom Feinsten. Nach dem Pool und nachdem ich meine Nase verpflastert hatte gingen wir noch etwas ins Holz, wo mehrere Übungen mit gespannten Seilen etc. waren, ähnlich wie im Hochseilpark in Lahm, nur am Boden. Bei dem Hindernis mit den zwei gespannten Seilen, die immer weiter auseinander gehen (Paule!) hat sich Scott über meine Befehle “Kiep your badi sträit” und “lien agänst mi” gar köstlichst amüsiert….JAAAAA!

Danach Abendessen und Ruckzuck wieder nach Hause. Diesmal fuhr uns nicht JB, sondern Tim himself. Gab uns ein paar feine Tips über Nashville und zeigte uns gleich noch die reichen Viertel…nette Häuser dort…vor allem groß oO

Zu den Leuten dort selber: Eigentlich durchgehend nette Leute mit soviel unterschiedlichen Backgrounds, unglaublich! Allerdings stachen dort zwei mächtig heraus. Zum einen JB, der zwar ein netter Kerl ist, den man aber ohne Probleme als krassesten Grobmotoriker und french accent speaker diesseits des mississippi bezeichnen kann, aber seht selbst:

Der nächste war dann Ryo aus Tokyo. Er hat ne fätt tiefe Stimme, und irgendwie muss er nicht ganz knusper sein. Wie seine Mum den in seinem Zustand in ein fremdes Land lassen konnte…keine Ahnung. Der is so still und verpeilt, der kann nicht mal fähig sein, sich ein Erdnussbutterbrot zu schmieren. Zumindest lief er zumeist mit offenen Hosentürl und auf links gedrehtem Hemd rum, und Tatiana und Adaeze fanden JB und Ryo auf dem Hindernisparcour zum schreien komisch. Aber naja…zumindest geht keine Gefahr von ihm aus, solange er kein Frisbee in der Hand hält.

Ansonsten hatten wir Chad, Yani und Jian aus China dabei. Ched hat nen fiesen Akzent, Jian is 25, sieht aus wie 15, studiert in Deutschland mit Sarah Germanistik und is verheiratet. Wie krass is das?
Aus Japan wie schon erwähnt Yuta (meisterhafter Saxophonspieler, spielt gern am Klo, weil dort die Akkustik am besten is oO) und Ryo (verpeilt).
Aus Nigeria Adaeze, die komischerweise auf Kriegsfilme steht, weil ihr Dad die Teile massenweise daheim rumliegen hat. Band of Brothers, We were Soldiers, Saving Private Ryan, you name it!
Aus Bolivien Tatiana, recht hübsche Tennisspielerin aus Bolivien. Spielt nach eigener Aussage schon im FedCup…Respekt! Erinnert mich irgendwie an die Neger Claudia, die mit mir Abi gemacht hat.
Pink aus Thailand. Sie zog es vor, nur ihren Spitznamen anzugeben, da ihr normaler scheinbar für westliche Zungen unaussprechlich ist und er geschrieben so aussieht: Chanuttaporn Chinnapha…wie krass ist das? Hübsches Mädel um die 21, und Rainer als alter Thailand Backpacker war gleich in seinem Element.
Jo, ein paar Amis waren auch noch dabei, die sich einfach als “Aliens” fühlen oder einfach nur mitwollten. So Patrick, dessen Dad bei IBM (I’ve been moved!) arbeitet und dadurch an die krassesten Orte der Erde versetzt wurde. So isser halt dann auch in Korea und Singapur aufgewachsen. Ebenso Scott, 21, Ex-Kugelstoßer und Diskuswerfer, der mit 7 vom baptistisch-missionarischen Drang getrieben mit seiner Family auf die Philipinen zog und seit 3 Jahren nun wieder in USA ist. Culture Shock für ihn, und er hasst amerikanisches Essen. Bridget als Director des Rasmus Programms war auch noch dabei, sowie Sopheap, eigentlich aus Kambodia, aber nun in USA lebend, ein niedliches zierliches Mädel, und spielt nichtmal so schlecht Fußball für ein Mädel:

JB (s.o.) und Virginie aus Frankreich. Virginie is zwar nicht gerade das, was man sich unter ner Französin vorstellt, allerdings is sie recht kewl unterwegs und hält das German House (wo die 5 Mädels wohnen) auf Trab, weil sie immer alle “harrassed”, hehe. Dazu kann sie JB überhaupt nicht ausstehen, kann man einerseits auch nachvollziehen, sein Akzent trotz 7 Jahre Aufenthalt in USA is einfach zu krass oO

Als letzte darf ich natürlich Neeti aus Canada nicht vergessen, deren Vorfahren wohl indisch sein müssen. Auch ein recht hübsches Mädel, vor der man beim Fußballspielen aber arg Angst kriegen konnte, bei den fiesen Grimassen die sie zog wenn sie im Ballbesitz war ^^

Ajo, natürlich: Sarah war auch noch mit dabei! Deutsche, studiert in Dresden zusammen mit Jian Germanistik. Is schon komisch, den ersten Tag haben wir uns nur Englisch unterhalten (is ja fast einfacher für nen Bayern als Hochdeutsch ;P), aber als ich ihr dann ihre Kamera erklären musste haben wir das doch besser auf Deutsch gemachtl. Zuviele fiese Vokabeln, und ihr war es so schon fast zu viel auf einmal ;P

Joah, Tim und Kathy als Ansprechpartner für die intl. students waren natürlich auch mit dabei und haben das Programm geleitet.

Zum Abschluss nochwas zum Essen: war typisch amerikanisch, also wenn man zum Frühstück schon nen Mini Cheeseburger zum selberbauen kriegt, ich weiß nicht! Ich hab mich an Frosties und Milch gehalten. Abendessen mit riesen Chicken Nuggets und Honey Mustard Dip war allerdings sehr lecker, und die Salatbar mit Jalapeno Slices (a must!) war auch fein. Was ich überhaupt nicht abkann sind diese Cheese Maccaroni…wäh. Mit dem Essen musste man sich allerdings beeilen, weil nach uns knapp 80 jüdische Teenager den Speisesaal stürmten und den Schalldruck rapide ansteigen ließen.

Ach ja, ganz am Ende mussten wir noch unsere Nationalflagge erklären und die Nationalhymne singen…uahhh…
dann erklär mal einer die Entstehungsgeschichte von der Deutschen Flagge. Hab dann im Inet nachgeschaut, und da gibts einiges nachzulesen, tausend Mythen und ellenlange Abhandlungen. Sind also doch was besonderes, wir Deutschen. Unsere Flagge is im Volk entstanden und nicht von irgendwelchen Komitees oder Designern entworfen…Einigkeit und Recht und Freiheit :)

Ich könnt eigentlich nochmal so viel schreiben, aber die Ausführlichkeit sollte wohl reichen ^^